Chania
Die Internationale Biathlon Union (IBU) sagte am Donnerstag, vier russische Biathleten hätten angeblich Anti-Doping-Verstöße begangen, ihre Identität jedoch nicht bekannt gegeben.

Die IBU hat weder zusätzliche Informationen zu den mutmaßlichen Verstößen vorgelegt noch die Ereignisse identifiziert, an denen die vier Biathleten teilgenommen hatten.

Die russische Biathlon Union sagte, dass drei der vier von der IBU identifizierten Biathleten in den Ruhestand gegangen seien und dass einer derzeit nicht in der Nationalmannschaft war.

Anfang des Jahres hat die österreichische Polizei im Rahmen einer Ermittlungen gegen die Führung der Organisation, die mit Dopingproblemen in Verbindung stand, eine Razzia gegen das IBU-Hauptquartier durchgeführt.

Eine Reihe von Dopingskandalen hat den russischen Sport in den letzten Jahren erschüttert und die Beziehungen des Landes zu internationalen Sportorganisationen geprägt.

Russland wurde vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) der diesjährigen Pyeongchang-Winterspiele als Strafe für angeblich staatlich gesponsertes Doping bei den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi verboten.

Einige russische Athleten ohne Doping-Vorgeschichte wurden jedoch als neutrale Teilnehmer zugelassen.

Russland hat das staatlich gesponserte Doping bestritten und sich verpflichtet, die Verwendung verbotener leistungssteigernder Substanzen zu drosseln.

Der Leichtathletikverband des Landes, seine Anti-Doping-Agentur RUSADA und sein Paralympic-Komitee bleiben wegen Dopingvorwürfen von internationalen Sportorganisationen suspendiert.